Kleine Menschen im Wecker

Nachdem ich um kurz nach 4 Uhr einen Toilettengang eingelegt habe, verschlafe ich irgendwie das Weckersignal für 5 Uhr (!) und beginne daher die Übung erst für 5:51 Uhr. Das Morgenlicht von der Tür her stört etwas meine Vertiefung. Dennoch hoffe ich, es zu schaffen.
Die Übung bringt mich ins falsche Wachliegen. Im Bett in meinem alten Kinderzimmer prüfe ich meinen Wecker. Dabei spiele ich mit der Einstellung der Weckzeit herum, wobei die genaue Minutenzahl (00) einzuhalten schwer fällt. Kleine Träumchen schieben sich kurzfristig ein, stören das Studieren der Weckerfunktionen aber nicht weiter.
Rechts oben entdecke ich auf dem Display eine Anzeige, die sich von A auf B umstellen lässt und eine Erhöhung der Lautstärke des Wecksignals ermöglicht.
Da der Wecker jetzt 7:25 Uhr anzeigt, stelle ich die Weckzeit so um und augenblicklich dröhnt der Wecker unheimlich laut los. Ich bin zufrieden; das wird man wohl kaum ein zweites Mal verpennen können!
Schließlich wechselt der Umraum. Hier herrscht weißes Morgenlicht und noch immer studiere ich die Details des Weckers, die sich nun gewandelt haben: Oben gibt es kein Display mehr, sondern die Weckerfunktionen werden als mechanische Anzeigen dargestellt.
Als ich alles genau betrachte, gibt die Stimme eines jungen Mannes aus dem Off im Stil einer Kundenbewertung bekannt, dass das Design veraltet sei, und eine andere erklärt, dass sich bei ihr durch das Verstellen des in drei Lautstärkepositionen arretierbaren Volumenrades keine Veränderung des Wecksignals mehr bewirken ließe.
Schließlich fällt mir etwas weit Bemerkenswerteres auf: Im unteren Teil des Weckers gibt es eine Öffnung, die Einblick in einen niedrigen Raum ermöglicht.
Dort befindet sich ein Schlafsaal (!) mit Stiegebetten im Star-Trek-Stil (in etwa wie in Star Trek 6 zu sehen). Attraktive junge Männer und Frauen nächtigen dort; T-Shirts und Boxershort dienen ihnen als Nachtzeug. Einige sind bereits aufgewacht, liegen aber noch ein bisschen.
Andere geben sich an einer Waschzeile rechts im Raum (sie ragt sogar ein bisschen aus dem Profil meines Weckers heraus!) ihren Morgenroutinen hin.
Eine junge Frau scheint sich die Haare gewaschen zu haben und trägt jetzt ein Handtuch wie einen Turban auf dem Kopf. Sie scheint traurig zu sein, denn sie sitzt am Boden und eine andere tröstet sie. Fasziniert beobachte ich das Treiben der kleinen Menschen, die meinen Wecker besiedeln. Ob sie je die Welt des Weckers verlassen können? Gibt es wechselnde Besetzungen hier?
Nebenbei bleiben die kleinen traumartigen Einschübe bestehen, bei denen ich u.a. eine Geschichte von B’Elanna Torres (aus Star Trek Voyager) verfolge; aus irgendeinem Grund will sie sich ihren Kameraden entziehen und das Schiff (in diesem Traum eher als ein vor Anker liegendes Kreuzfahrtschiff dargestellt) verlassen, wozu sie sich am Ende sogar als alter Hausmeister Boothby tarnt … Ganz sicher handelt es sich hierbei um Tagesreste vom gestrigen Abend, weil ich da zwei Folgen Voyager mit vergleichbaren Inhalten geschaut habe.
Als ich schließlich erwache, stelle ich doch tatsächlich fest, dass mein physischer Wecker exakt 7:25 Uhr anzeigt!
Das Experiment mit der Timerkontrolle gestern fiel demgegenüber weniger interessant aus. Nachdem ich mich nach 30 Minuten aus der Vertiefung gelöst habe und normal wieder einschlafe, träume ich (ganz in der Manier eines gewöhnlichen falschen Erwachens), mich in der Schule herumärgern zu müssen. Außerdem ist mir eine absurd überspannte Traumsequenz in Erinnerung, in der Lord Voldemort in der Spitalbachstr. in Neustadt auftritt und dort unter einigen Traumfiguren eine Panik auslöst. Gut ist, dass ich meine Rolle als unbeteiligter Beobachter in diesem wilden Blödsinn aus Konsumfragmenten bewahren kann.

Sternenkrieger im Kinderzimmer

In der Schule halte ich mich in einem kleinen, frisch renovierten und geweißelten Raum auf. Ich bin auf einer Art Pritsche oder einem Seitentisch an der Wand; rechts befindet sich eine geöffnete Tür zu einem unbeleuchteten Flur; links geht´s um die Ecke durch einen kurzen Flur in Richtung eines größeren, wohl beleuchteten Raumes. Al. ist rechts neben mir an dem Tisch oder der Pritsche beschäftigt und berichtet K.B. (?) verwundert, dass ihr Ni. erzählt habe, er sei in der Nacht erwacht und habe in seinem Zimmer mit Star-Wars-Kriegern gekämpft. Anscheinend macht sie sich etwas Sorgen um seine Gesundheit. Ich schalte mich ein und erläutere, dass er wohl sicher nur ein falsches Erwachen gehabt habe. Da könnte man die tollsten Sachen erleben. Anbei lehne ich mich selbst in die Waagerechte zurück und sehe bei geschlossenen Augen in eine Schwärze, in der grauweiße, grießelige Nebenflecken ein bewegliches Lichtmuster bilden. Dabei denke ich selbst eine eine Exkursion, ohne deren reale Mögichlichkeit umsetzen zu können, da ich zu sehr traumartig verstrickt bin. Der Versenkungsbeginn lag bei 5 Uhr früh. Eindrücklich war auch die hypnagoge Wahrnehmung einer blaß orangefarbenen, wie von planetarischen Nebeln verhangenen Sonne in der Ferne und eines diesen Stern umkreisenden terrestrischen Planeten näher in meinem Gesichtsfeld. Der lichtreiche Eindruck wurde umgehend zur energetischen Fokussierung genutzt.

Ätherprojektion

Ab 5:12 Uhr beginne ich die Konzentration auf FM. Irgendwann gehe ich im Haus die Wendeltreppe herunter. Dabei denke ich an eine Dokumentation über den FDP-Chef Christian Lindner, die ich die Tage gesehen habe, und bin gedanklich in der Situation eines ehemaligen Schulkameraden desselben, der interviewt wird. Schließlich schwinge ich mit einer Hand an der hölzernen Handlaufstange links an der Wand durch die Luft, wobei diese mich, mit der Metallbefestigung am unteren Treppenabsatz als Drehpunkt, gegen den Uhrzeigersinn schwerelos durch den Raum trägt, bis ich im EG links neben dem Kücheneingang wieder zu Boden komme. Die ganze Zeit über agiere ich im Halbdunkeln. Die Rollläden im EG sind offenbar geschlossen; das Licht eines bedeckten frühen Morgens kommt links durch den Glaseinsatz der Haustür und vom oberen Treppenabsatz her; der Raum erscheint recht leer. Ich habe den Eindruck, den Handlauf kaputt gemacht zu haben, da er durch die Operation in seiner Verankerung gedreht und so das Holz gespalten wurde. Tatsächlich sehe ich, dass am unteren Teil des Handlaufs Beschädigungen zu sehen sind, die wie Absplitterungen an einer dicken Bambusstange aussehen. Durch die schwerelose Aktion bin ich aber inzwischen bewusst geworden und kümmere mich nicht weiter um die Beschädigungen. Vom mittleren Teil der Wendeltreppe aus unternehme ich Flugversuche in den vor mir liegenden, nun völlig dunklen Raum hinein. Dabei fühle ich mich sehr physisch und muss mich bemühen, das Fliegen zu realisieren. Der Umraum fühlt sich dabei merkwürdig beengt an, sodass kaum Platz dazu zu sein scheint. Anbei ergibt sich ein Umgebungswechsel durch die dunkle Void hindurch. Nun fliege ich in dem großen Hobbywohnwagen, den meine Eltern früher besessen haben, etwas unterhalb der Oberschränke vor der Vitrine über der Heizung. Auch hier ist es halbdunkel wie am Morgen bei zugezogenen Rollläden. Ich entschließe mich, meinen schlafenden Körper aufzusuchen, um meine These zu testen, ob in einem körpernahen Zustand („Ätherprojektion“ in der esoterischen Diktion) die Heilenergien, mit denen ich derzeit experimentiere, besser und wirkungsvoller auf den physischen Körper kanalisiert werden können. Auf dem großen Bett im hinteren Teil des Wohnwagens finde ich meinen Körper links unter drei Weiteren. Er liegt wie die anderen regungslos mit dem Kopf zur Fensterseite; Details kann ich im Halbdunkeln nicht erkennen. Die Haare wirken in der Dunkelheit schwarz und das Gesicht erscheint unter den ungünstigen Lichtverhältnissen nur als weißer Fleck. Ich senke mich von oben herab, tauche dabei in eine körpernahe Dunkelheit ein, die mir für einen Moment vollends die Sicht nimmt, und bringe meine Handflächen auf das Bett nahe bzw. vielleicht etwas unterhalb der Liegeposition meines physischen Körpers. Dabei sehe ich jetzt vor mir das Wohnwagenfenster, durch dessen Gardinen gedämpftes, weißliches Laternenlicht (?) hereinfällt, wobei mein physischer Körper unterhalb im Dunkeln bleibt. Unterdessen suche ich die Wörter, die ich zur Fokussierung der Heilenergie des Universums gebraucht habe, was zunächst schwerfällt. Doch nach einigem Überlegen fallen sie mir wieder ein. Die Handflächen nahe des physischen Körpers abgelegt, spüre ich nach Ingangsetzen des Prozesses etwas, das ich als starken Energiefluss interpretiere, der sich auch optisch als ein gedämpftes farbiges Lichtphänomen zeigt, das einem grießeligen Bildschirmrauschen in etwa gleicht. Ich gewinne den Eindruck, dass das Experiment sehr gut funktioniert! Alsbald tauche ich jedoch in eine kurze dunkle Bewusstlosigkeit ab und erwache. Es ist 6:42 Uhr, als ich nach Abschluss meiner Notizen auf die Uhr schaue. Den möglichen Auswirkungen des Versuchs muss nun mit innerer Ruhe und abwartender Gelassenheit begegnet werden, da ich feststellen musste, dass eine allzu starke Fixierung auf Ergebnisse auch eher unangenehme Konsequenzen haben kann.

Blaßgrüne Plasmawolke

In dieser Nacht stellt sich eine besonders interessante und intensive hypnagoge Wahrnehmung ein: Ich liege auf der linken Seite in meinem Bett und blicke, wohl durch die geschlossenen Augenlider, in mein halbdunkles Schlafzimmer hinein. Alles im Raum sieht völlig normal aus. Allerdings schwebt, in einem Halbkreis dicht vor meinen Augen, ein halbdurchsichtiger, blaßgrünlicher Nebel mit weißgrauen Marmorierungen. Er zieht sich um 180° durch mein Gesichtsfeld. Obgleich die Farbe des hochdynamisch in steter wabernder Bewegung befindlichen Nebels bei mir die Assoziation „unappetitlich“ weckt, gebe ich mich dem Erlebnis passiv und offen hin, um es voll und ganz auszuschöpfen. Da mir das Gebilde von der Art einer hochenergetischen Plasmawolke zu sein scheint, setze ich auch den gedanklichen Impuls, die heilende Energie des Universums zu fokussieren und zu lenken. Dieser Zustand hält sich, bis ich schließlich die Bewusstheit und die Erinnerung an das Weitere verliere.
Wie im Fall meines Eintrags „Die heilende Energie des Universums“ stellt sich auch diesmal heraus, dass eine solche licht- oder wenn man so will „energiereiche“ hypnagoge Wahrnehmung eine sehr gute Voraussetzung ist, um die besagten Heilkräfte sehr gezielt und hocherfolgreich zu lenken!

Die heilende Energie des Universums

Im Laufe des Morgens (nach 4:30 Uhr) arbeite ich mit den hypnagogen Wahrnehmungen, indem ich mir einfach den Impuls „Schaue und lausche hinter das ignorierte Eigengrau“ erteile und dann die Wahrnehmungen hinter den geschlossenen Augenlidern studiere. Dabei gibt es nichts besonders Spektakuläres zu beobachten. Lediglich eine sehr plastische Wahrnehmung von H. in seiner roten Jacke haftet mir in Erinnerung.
Gegen 6 Uhr setze ich den Gedanken „Die heilenden Kräfte des Universums strömen mir zu!“ und richte diesen auf den unteren Teil meines Rückens, der mir schon seit einigen Wochen wieder etwas Probleme bereitet.
Bei geschlossenen Augen registriere ich dabei schließlich eine bemerkenswerte hypnagoge Wahrnehmung: über meinem Scheitel nehme ich ein kleines sonnenhelles Lichtphänomen wahr und spüre im Anschluss an dieses Erlebnis verblüfft, dass die Rückenprobleme, die soeben noch spürbar waren, verschwunden sind!
Beim Aufstehen um 6:30 Uhr stelle ich tatsächlich eine überdeutliche Besserung fest, die auch jetzt noch, es ist kurz vor 20 Uhr am Abend, als ich diese Worte schreibe, fühlbar ist! Es liegt eine tatsächliche Schmerzlinderung und eine bedeutend verbesserte Beweglichkeit vor. Dabei handelte es sich um eine Erfahrung, die als Ganzes, von der besagten Fokussierung der Energie bis zur beschriebenen Lichtwahrnehmung, zeitlich kaum mehr als einige wenige zehn Sekunden umfasste. Umso erstaunlicher die Wirksamkeit – ein Erlebnis, das wirklich als so etwas wie ein Einbruch des „Paranormalen“ erscheinen mag!