Eine OBE nach der Fernblickmethode

Mit der guten, alten Fernblickmethode, die ich in meinem Buch ausgearbeitet hatte, induziere ich heute eine klassische „außerkörperliche Erfahrung“. Im Prozess denke ich darüber nach, dass der Praktizierende dabei nie wissen kann, wo er herauskommt (im Land der Elben und Elfen) oder sonstwo. Es ist immer ein neues Abenteuer.

Schließlich finde ich mich im falschen Wachliegen in einem großen leeren Zimmer ähnlich dem Wohn-Schlafzimmer meines alten Appartements wieder.
Alles erscheint mir normal und in meinem halbbewussten Zustand bin ich mir auch gar nicht über die Sonderbarkeit dieses Ortes im Klaren. Dennoch führe ich einen Zeigefingertest durch und staune, dass er mir deutlich meinen astralen Zustand anzeigt!

Mit dem Baumstammrollverfahren winde ich mich nach links von der großen Matratze herunter und habe dabei das deutliche Gefühl, physisch zu werden, und meine, mich diesmal mitsamt der Bettwäsche, die sich um meinen Leib wickelt, auf den Boden gerollt zu haben. Schon erwarte ich, mich voll erwacht mit dem Bettzeug auf der Erde liegend vorzufinden. Ein nochmaliger RC bestätigt aber, dass der Astralzustand wieder erwarten noch immer stabil ist.

Sogleich stehe ich entschlossen auf, um in den Traum davonzugehen, wobei mich eine von blassen, weiß-grauen Lichtflecken durchsetzte Dunkelheit einhüllt.
Ich wende mich nach rechts und finde im Dunkeln eine Zimmertür, diesmal die meines alten Kinderzimmers. Ich durchschreite den Flur meiner elterlichen Wohnung; sie ist leer und frühmorgendlich dunkel.

Schnurstracks gehe ich auf den Balkon. Auf dem Hof liegt der alte Spielplatz, so wie er vor vielen Jahren aussah, ehe dort unten alles gepflastert und mit Garagen zugebaut wurde.
Zu meiner Überraschung ist der Platz tief verschneit; es ist schön anzusehen und verbreitet eine weihnachtliche Stimmung. Wenige Fenster sind erhellt, z.B. eines in der Spitalbachstraße und eines im gegenüberliegenden Wohnblock, wo eine spezielle Freundin meiner Mutter wohnt.

Ich möchte die Umgebung im Flug erkunden, starte auf dem sicheren Balkon und schwenke dann halbrechts über die Brüstung hinaus.
Sogleich beschließe ich, jene spezielle Freundin der Familie aufzusuchen; sie hat neuerdings irgendeine technische Anlage genau vor dem Fenster stehen und es ist nicht ganz klar, um was es sich dabei handelt.

Ich wage einen schwungvollen Anflug, verpasse aber den Einflug ins Fenster. So nehme ich erneut aus großer Höhe Anlauf, tauche rasant abwärts, steige an der Fensterfront auf und schwinge mich hinein in das spärlich möblierte Zimmer einer älteren, dunkel gekleideten Frau mit dunklem Pagenschnitt und dunkler Hornbrille. Sie bemerkt mich nicht, sondern beobachtet, im Zimmer stehend, ganz fasziniert eine Art Musik-on-Demand-Anlage, zumindest steht „on demand“ deutlich in chromfarbenen Lettern auf der Apparatur zu lesen. Das Gerät sieht wie ein PC-Monitor aus, doch zwischen zwei chromglänzenden Streifen auf schwarzem Grund zeigt ein Display in roter Digitalschrift die gespielten Musikstücke an.

Als ich die Anlage genauer in Augenschein nehme, erwache ich.
Es ist 5:12 Uhr. Den im Nachhinein betrachtet wenig realistischen Wahrnehmungen zum Trotz bin ich sehr zufrieden mit dieser klassisch eingeleiteten AKE.

Am surrealen Strand

Ich gehe den Flur eines großen, lichten Schulgebäudes entlang, als ich mich unwillkürlich frage, ob dieses Erlebnis nicht etwa ein Traum sein könnte. Ein kurzer Finger-RC macht die Sache klar. Sofort will ich losfliegen, verliere aber augenblicklich die Sehfähigkeit und hänge träge in der Luft fest.
Einige Mühen, mich loszumachen, führen zu einer Überblendung ins falsche Wachliegen. Ich konzentriere mich auf das Körpergefühl, das sich ungeheuer intensiviert, und arbeite mich mit der Baumstammrollmethode über die Matratze, falle über den Bettrand und kann mich frei bewegen.
Auf das Sehvermögen muss ich mich eine Weile konzentrieren, ehe es sich einstellt. Und so laufe ich erst einmal blind los.
Schließlich ergibt sich eine gut bevölkerte Hotelszene, die einen kurzen, leicht trübtraumhaften Einschub erfährt. Ich gehe mit K.D. durch den Hotelflur und an den Fahrstühlen vorbei. Für mich überraschend ist, dass sie ungewohnt persönlich mit mir spricht und mir vom Besuch guter Bekannter erzählt.
Gleich darauf gelingt es mir, die Klartraum wieder vollbewusst aufzunehmen. Ich begebe mich in den Treppenaufgang und mache mich auf den Weg nach unten. Dabei unternehme ich mehrere Versuche, von den Treppenabsätzen abspringend Purzelbäume in der Luft auszuführen, bleibe aber merkwürdigerweise nach einer halben Rolle in der Luft hängen und muss mich anstrengen, die Luftrolle zu vollenden.
Nach unten hin wird das Hotel bevölkerter.
In der Hotelhalle muss ich über abgestelltes Gepäck steigen und schlüpfe schließlich durch eine Strandtür nach draußen.
Der Meeresstrand ist hier märchenhaft und nachgerade surreal. Um auf den Sandstrand zu gelangen, muss ich zunächst einmal an einem gigantischen schwarzen Hund mit langem glänzenden Fell und spitzer Schnauze vorbei. Das geht aber problemlos, da der Riese friedlich ist und gar nicht großartig auf mich reagiert.
Nun schreite ich hinaus auf den grauen feinen Sand; unter dem blauen Himmel liegen Leute ruhig und entspannt auf Badetüchern, einige von ihnen tragen Solariumbrillen. Hinter einigen querliegenden grauen Felsen geht es sacht hinab zum Wasser.
Gelegentlich kommen mächtige Wellen herein, die den Strand hoch überspülen, ohne indes den Sand nass zurückzulassen (!); in den hereinflutenden Wassermassen treibt u.a. ein Buckelwal über den Strand!
Kurz teste ich die Wassertemperatur und stelle fest, dass es tropisch warm ist, obgleich der Strand eher die Anmutung eines Nordseestrandes hat.
Ich gehe zurück, um mir bei, auf oder hinter den Felsen einen Handtuchplatz zu suchen.
Noch ehe ich meine Suche abschließen kann, erwache ich. Es ist 6:46 Uhr. Der Klartraum war spontan, intensiv und zeitlich ziemlich prolongiert.

Diana

Am fortgeschrittenen Nachmittag mache ich mich mit M. auf den Weg, einen Berg an der Haardt zu ersteigen. Ich bin zu Fuß unterwegs, M. jedoch eilt mir, zeitweise das Vorderrad hochreißend und auf dem Hinterrad fahrend, auf einem Mountainbike den Asphaltweg voraus und ist bald nicht mehr zu sehen.
Ich indes kehre in eine Art Bergstation am Fuß des Gebirges ein, denn scheinbar muss man für das Gipfellokal mindestens 5 € berappen.
Im Inneren des Gebäudes stehe ich schließlich an einer Glasscheibe und blicke in den davorliegenden Flur.
Da fällt mir eine junge blonde Frau auf. Ich blicke sie an, sie erwidert den Blick, tritt näher, so nah, dass sie ihr mit kleinen Mitessern besetztes Knollennäschen fast an der Scheibe platt drückt. Durch die Scheibe hindurch fragt sie wortlos (reine Telepathie), ob wir uns kennenlernen wollten.
„Warum nicht?“, gebe ich zurück und komme um die Scheibe herum nach draußen auf den Gang zu ihr.
Zusammen gehen wir den Flur entlang; er ist schmal, so dass ich hinter ihr gehen muss.
Dabei fällt mir ihr kindlicher Körperbau auf, den ich, wie mit einem Röntgenblick, durch ihre Kleidung hindurch klar bis auf die Einzelheiten der Haut erkennen kann. Ihrem Körper fehlen noch die weiblichen Rundungen und kurz wundere ich mich darüber. Im der Astralwelt ist es jedoch normal, dass Körper nicht immer der physischen Form perfekt entsprechen, manchmal sind sie rudimentär entwickelt, gelegentlich wirkt man jünger als man in der physischen Realität ist.
Im Vorraum umarmen und drücken wir uns. Nebenbei überprüfe ich kurz mein eigenes physisches Erscheinungsbild, indem ich an mir herunterblicke. Dort sehe ich meinen normalen Körper; Beine in dunkelblauen Jeans, meine neuen Turnschuhe.
Alsdann meint sie kurzangebunden, jetzt hätte auch sie einen Mann. Und es klingt ein bisschen so, als hätte sie eine Weile lang Ausschau gehalten und sich nun ganz spontan entschieden. Wie meine allererste Freundin scheint sie diesbezüglich offenbar von der ganz schnellen Truppe zu sein.
Während wir uns zu einem Sofa begeben, will ich überhaupt erst einmal ihren Namen erfahren.
„Diana“, antwortet sie und eher wirr als schlagfertig vergreife mich gleich mit einer von Halbwissen diktierten Replik:
„Wie die griechische Liebesgöttin!“
Auf dem Sofa kuschelnd möchte ich sodann noch herausfinden, wie alt meine Gespielin denn nun eigentlich ist.
Es kommt unverwandt heraus, dass sie erst 16 ist, was mir ein wenig zu denken gibt.
Schließlich begeben wir uns nach draußen und laufen die Betontreppe vor dem Gebäude herunter.
Von ihrem geringen Alter etwas irritiert interessiert es mich, was sie wohl in mir sieht, und frage sie, wie alt sie mich schätze.
„39“, antwortet sie wie aus der Pistole geschossen. Es scheint ihr also völlig klar zu sein, dass sie hier mit jemandem anbandeln möchte, der mehr als 20 Jahre älter ist als sie!
„Das Doppelte von dir ist richtig: 38“, gebe ich zurück. „Ich habe genau heute Geburtstag.“
Nach einigen Schritten, die wir, Arm in Arm, unter dem blauen Himmel nach links von der Treppe ab weitergehen, erfolgt das Erwachen. Traumende kurz nach 5 Uhr.
Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass ich bei diesem „Traumdate“ nur Quatsch von mir gegeben hatte: 16 plus 16 gleich 38! Und Diana als Liebes- und nicht als Jagdgöttin! Immerhin war mein Gegenüber so jung, dass es das wohl gar nicht bemerkt und gar nicht so sehr auf die Worte geachtet hat.
Jedenfalls war es ein bemerkenswertes Erlebnis mit nach und nach ansteigender Luzidität. Interessant ist auch, dass diese Erfahrung eine quasi unmittelbare Antwort auf mein gerade gestern Abend nochmals überdachtes Vorhaben war, die Astralwelt nach meiner Wesensverwandten auszukundschaften.

Schabernack

Heute wieder ein sehr prolongierter Klartraum. Um 4:30 Uhr wurde mit der Einleitung begonnen; Ende um 6:16 Uhr.
Ich fand mich, zunächst unluzid, in einem großen Bungalow wieder, überprüfte irgendwann meinen Zustand mit einem RC, der aber negativ ausfiel. Dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl loslegen zu können und legte eine Flugprobe ein, die sogleich für Klarheit sorgte.
Umgehend wollte ich mit der Klärung jener existenziellen Frage fortfahren, die ich schon gestern am liebsten dem Doppelgänger gestellt hätte.
So wünsche ich mir einen weisen Gesprächspartner herbei.
Eine Art männliche Putte mit krausen Blondhaaren und kleinen blauen Augen erscheint mir und empfiehlt mir dazu jemanden, der in das Papier eine Chipstüte (!) wie in einen Umhang gekleidet in Erscheinung treten werde.
Gleich darauf erhalte ich tatsächlich eine längliche Chipstüte, die in meinen Händen erscheint. Im Umherschweben im Inneren des Hauses gelange ich mehr oder minder gleichzeitig in einen leicht dämmrigen Flur, wo eine junge Frau mit dunklem Haar, dunkelbraunen Augen und braunem Teint die Tür eines Zimmers öffnet, um eine der dort in einer kleinen Gruppe wartenden Personen einzulassen – es scheint sich um die Warteschlange vor dem Behandlungszimmer einer Heilerin oder Schamanin (?) zu handeln.
Ich verweile nur kurz am Rande der Wartegruppe und ziehe mich dann, die Chipstüte öffnend und meine Fragen in die Öffnung hineinsprechend, in einen größeren angrenzenden Raum zurück. Irgendwie weiß ich ganz von selbst, dass so zu verfahren sei.
Anschließend halte ich die Öffnung der Tüte an mein rechtes Ohr und fliege lauschend in langsamen weiten Kreisen in dem Raum umher.
Tatsächlich tönt aus der nicht etwa mit Chips, sondern mit einer popcornähnlichen Masse gefüllten Tüte eine salbungsvolle weibliche Stimme hervor, die mir u.a. verkündet, meine Sache sei bei Gott, auch bei „Maria“ und „Allah“, gut angenommen, zudem hätte ich „Trump“ nur an einer Stelle zugestimmt …
Das mehr und mehr sich ausdehnende Gerede enttäuscht mich zunehmend, denn es ist einfach nur das Gewäsch einer billigen Jahrmarktswahrsagerin, das nicht einmal ansatzweise auf meine Fragen eingeht. Am Ende höre ich nur noch mit halbem Ohr zu und bin froh, als das Popcorn der wertlosen „Instantwahrsagetüte“ ausgelaugt ist und die Stimme nichts Weiteres mehr zu sagen hat. Verdrossen stelle ich fest, dass ich nichts von Bedeutung erfahren habe.
Dennoch will ich nicht aufgeben; der luzide Traumzustand ist stabil genug, um fortfahren zu können. Entschlossen quetsche ich mich durch die Außenwand des Bungalows, sie leistet mir nur kurz einen etwas härteren Widerstand, ins Freie. Unter dem frühmorgendlich blauen Himmel, hinter mir geht wohl gerade die Sonne auf, pausiere ich kurz auf der umgelegten Rückbank eines Kombis und kämpfe einen Moment mit der Enttäuschung, die ich soeben erlebt habe. Für einen Moment taucht ein junger Soldat in Tarngrün am Wagen auf. Offenbar gehört das Fahrzeug ihm.
Schließlich raffe ich mich auf und fliege weiter in eine herrliche Landschaft hinein. Es handelt sich um eine Wiese an einem Waldrand.
Dort begegnet mir sogleich eine Art orientalischer Jägersmann! Er trägt einen Anzug aus bräunlich-olivgrünem Filz mit vielen Taschen, eine Flinte über der Schulter und einen roten Topfhut mit weißem Rand. Vom Gesicht her könnte er vielleicht türkischer Herkunft sein. Ihn frage ich ohne viele Umschweife, wo ich die weiseste Person dieser Welt finden könne. Doch der Jäger reagiert abweisend und geht, ohne auf mich einzugehen, nach rechts weiter eine überdachte hölzerne Treppe, wie im Märchen ist sie stellenweise mit weißen Pilzhüten bewachsen, in ein bewaldetes Tal hinunter.
Weiter hinten am Waldrand entdecke ich in diesem Augenblick eine weitere Person und mache mich auf, diese zu befragen.
Doch in diesem Moment gehe ich ins Erwachen über.
Im Wachen fühle ich mich sehr ernüchtert, weil ich rein gar nichts in meiner Sache erreichen könnte. Es fühlt sich regelrecht so an, als hätten sich die Helfer hier diesmal einen rechten Schabernack mit mir erlaubt.

Der Doppelgänger

Ich komme eine Treppe herunter und blicke, als käme ich aus dem Bad, in mein Schlafzimmer hinein. Dort steht im Halblicht eine Person in einem weißen T-Shirt und weißen Boxershorts links neben dem Bett, das Gesicht zur Wand gewendet.
Irritiert, was der Fremdling in meinem Haus zu tun habe, rufe ich ihn laut an, was er hier zu suchen habe, und hoffe ich, ihn so vertreiben zu können. Dann gehe ich auf ihn zu, er dreht sich um und mit Erschrecken stelle ich fest, dass ich selbst es bin (!) – aber wer bin ich dann, wenn der da ich ist? Enerviert werfe ich mich auf den Doppelgänger und wir starren uns in die Gesichter, während der Schreck sich bei mir mit aufkeimender Luzidität mischt. Was sagt mir sein erstarrter Gesichtsausdruck? Wirkt auch er erstaunt? Was sieht er in mir? Sollen wir wieder zu einem verschmelzen?
Noch während mir all dies durch den Kopf jagt erwache ich als ein wieder vereinigter (?) Dritter und wundere mich gewaltig über das Erlebnis, wobei der alptraumhafte Schrecken, durch meine vielfältige Erfahrung mit traumhaften Sonderbarkeiten, schnell nachlässt. Dumm, dass ich mich durch das Erschrecken um eine sicherlich hochinteressante luzide Erfahrung gebracht habe.
Gestern hatte ich die bei Platon überlieferte Jenseitsreise des Er nochmals studiert und mir daraufhin die Frage vorgelegt, warum ich mir dieses, mein jetziges Schicksal gewählt habe. Ob die heutige Erfahrung etwas damit zu tun hat? Die Beweggründe zu kennen und besser zu verstehen wäre jedenfalls gewiss eine bedeutende Hilfe, denn wer weiß, von welcher Ausgangslage er herkommt, kann auch besser begreifen, wo es mit ihm hingeht. Womöglich hätte eine Unterhaltung mit dem Doppelgänger Licht in dieses Dunkel bringen können?

Ätherprojektion

In einer traumhaft abgewandelten Version meines ehemaligen Gymnasiums rase ich im Sauseschritt eine breite, dunkle Betontreppe hinunter und denke daran, wie sehr ich doch solche riesigen Gebäude liebe, deren weitläufige Innenräume so ungemein viel Platz und Bewegungsfreiheit bieten.
Als ich um den letzen Absatz herumgehe und in einen großen, kellerartigen Raum, einen grauen Betonbunker, einschwenke, überkommt mich der Traumverdacht. Ich überprüfe ihn mit einem prompt geliegenden Flugversuch.
Sogleich muss ich im Flug an meinen Paredros denken; ich habe das Bedürfnis, ihn zu sehen, bin mir aber unsicher, ob es mir in der gegebenen Situation glücken kann.
So fliege ich kurzzeitig weiter, um den Zustand zu stabilisieren, entsinne mich aber sogleich, dass dies häufig kein probates Mittel ist, sondern oft auch ins Gegenteil ausschlagen kann.
Umgehend bringe ich mich senkrecht herunter, erlebe aber eine Enttäuschung. Sobald ich den Boden berühre, knicken mir die Beine ein und ich spüre, wie ich physisch werde. Mit den Einsinken der Beine ereilt mich ein Sehverlust und ich versinke in Dunkelheit.
Eilig unternehme ich einen Rettungsversuch, in dem ich vorwärts wegfliegen will in ein unmittelbar auftauchendes, unscharfes Licht vor mir. Dabei vernehme ich den Vorwurf einer inneren (?) Stimme, dass sie, gemeint sind die Paredroi, mir seit Wochen nicht helfen (!). Es ist, als würde ein Beobachter meiner Entwicklung mit diesem Kommentar meine tatenlosen Helfer kritisieren wollen.
Derweil kämpfe ich weiter mit einem sehr zähen, fast gelähmten Flug, wobei ich insbesondere meine Beine nur mit extremer Kraftanstrengung ausstrecken kann, was das Fliegen äußerst mühsam macht. Nach kurzem Kampf werde ich schnell physisch. Mit angewinkelten Beinen liege ich auf der linken Seite. Vermutlich hatte ich es also mit einem Erlebnis im „Ätherkörper“ zu tun, einem Zustand sehr nah der Physis; der Sehverlust und die Dunkelheit sind ebenfalls Indizien dafür.
Es ist 6:25 Uhr; fünf Minuten später hätte mich ohnehin der Wecker aus dem Astralzustand gerissen.

Erleuchtung

Heute früh eine Erfahrung, die gar nicht richtig in Worte gefasst werden kann! Das spontane Erlebnis des Erleuchtungszustandes: Das Sehen und Spüren des inneren Lichtes, als würde, irgendwo von der Körpermitte ausgehend, reines weißes Licht den Astralkörper überfluten, was dann auch zu dem merkwürdigen Effekt führte, dass meine Augäpfel irgendwie von innen und unten, vom Hals her, von diesem hellen inneren Licht beleuchtet wurden!
An diese schnell ansteigende und kulminierende Strahlkraft knüpfte sich das überwältigende Gefühl der Wärme, Annahme und Zuneigung, gefolgt aber auch von der konträren Erkenntnis, dass es keine Konsequenzen dieser Erfahrung im alltäglichen Leben geben würde, da ich ihr, in die alltäglichen Zusammenhänge verstrickt, nicht gerecht werden könne und z.T. auch gar nicht gerecht werden möchte, weil die daraus erwachsenden Erfordernisse menschenunmöglich wären. In dem Sinne war es eine paradoxe Erfahrung, die sich trotzdem sehr danach anfühlte, als wäre meine jahrelange Meditationspraxis das erste Mal wirklich an ein Ziel gelangt!
Zusätzlich merkwürdig war, dass es zunächst gar nicht danach aussah, als würde mir selbst diese Erfahrung zuteil werden.
Stattdessen träumte ich, in der Rolle Martin Luthers zu sein und an dessen Stelle eine tiefe religiöse Erleuchtung zu erfahren. Schnell fiel diese traumhafte Überlagerung des Erlebens jedoch weg und die Erleuchtung wurde zu meiner ganz persönlichen.
Die seltsame Überlagerung geht auf jeden Fall darauf zurück, dass ich gestern Abend den TV-Film „Katharina Luther“ angeschaut hatte. Schließlich erlebte ich mich ja kurzzeitig in der Gestalt des in der Verfilmung agierenden Schauspielers!
Der Rest ist indes weniger leicht erklärlich und traf mich aus heiterem Himmel.

Der mythische Wolf beim alten Friedhof

Auf einem von vielen Menschengruppen bevölkerten Wiesengelände, das eine eigentümliche Mischung aus Freifläche und Halle darstellt, fliege ich unter einer Art niedrigen Unterführung hindurch und passiere dabei eine beeindruckende Gruppe junger Afrikanerinnen in traditioneller Gewandung und Chinesen mit roten Strohhüten. Im Flug erlange ich allmählich Klarheit.
„Da bin ich wieder!“, bestätige ich mir selbst und denke daran, Mayfield zu sprechen, ohne dass dieser Gedanke weitere Konsequenzen hätte. Seine Präsenz stellt sich nicht ein.
Ohnehin bin ich von der Umgebung so fasziniert, dass ich sie gern näher erkunden möchte. Links in einer alten Bretterverschalung aus dunklem, verwittertem Holz entdecke ich zwei große freie Astlöcher. Ich fliege näher heran und sehe, was sich jenseits der Wand befindet. Gleich dahinter blicke ich auf die Oberseite eines pipelineartigen rostigen Rohres; dahinter erstreckt sich ein breiter Wiesenstreifen mit hoch aufgeschossenen Kräutern und Gräsern; sie sind trocken und sonnenbeschienen unter dem sommerlich blauen Himmel. Hinter dem Wiesenstreifen erstreckt sich ein uraltes Friedhofsgelände; hohe Grabkreuze aus Sandstein ragen zwischen alten Bäumen auf; triumphbogenähnliche Bauwerke aus rotem Sandstein stehen parallel zu meiner Blickrichtung auf dem imposanten Gelände. Sofort beschließe ich, dieses Gebiet eingehender zu untersuchen. So klettere ich über den schmalen Metallrahmen eines plötzlich aufgetauchten Fensters und steige über der Kräuterwiese in die Höhe.
Zu meiner Linken erscheint ein weißes Tier, das ich zunächst für eine Art Einhorn halte. Davon lasse ich mich aber nicht ablenken, sondern halte auf den alten Friedhof zu, der als Streifen direkt auf dem Rand einer Anhöhe liegt. Man hat einen weiten Blick auf die sommerliche Rheinebene. Gerade will von der schmalen Seite her in das Grabmalgelände einfliegen, als sich das weiße Tier, das ich jetzt ganz klar als Wolf erkennen lässt, unter mir hektisch einen Weg zu mir herüber bahnt. Das Tier springt auf und ab und macht Anstalten, als wolle es mir unbedingt etwas mitteilen bzw. mich warnen. Ich gehe zwar runter, fühle mich aber nach wie vor völlig unbesorgt; ich bin mir gewiss, dass mir hier nichts geschehen kann. So fliege ich rückwärts in das dämmrige Gebiet zwischen den Bäumen und Grabmalen ein, verschwinde dann total in grauer Dunkelheit und finde mich sodann erwacht im Schlafzimmer wieder. Das Erlebnis endet um 7:22 Uhr. Womöglich wäre es besser gewesen, auf den Wolf zuzugehen und ihn anzuhören. Vielleicht war es ja auch ein Bote von Mayfield, den ich nun verpasst habe.

Zombie und Paredros

Im Inneren eines burgartigen Innenhofs oder Innenraums (quadratische Grundfläche, hoch aufragende fensterlose Wände aus grauem Stein mit relativ schmalen und niedrigen Zugängen) hebe ich luzid ab, drehe eine kurze Runde über die schmale Treppenflucht entlang der Wände und bringe mich dann zur Rechten meiner Begleiterin, einer dunkelrothaarigen Frau mit Sommersprossen, wieder herunter. Im Moment meiner Landung wandelt sich das Gesicht der Frau – ich betrachte es im Profil – schädelähnlich ab! Die Augen werden starr und unheimlich und sind blicklos geradeaus gerichtet; die Gesichtshaut beginnt wie über bei einer schwer abgemagerten Person über den hervortretenden Knochen zu spannen. Die irritierende Veränderung bringt mich dazu, mich abzuwenden und nach meinem Paredros „Mayfield“ zu rufen. Ich habe das Gefühl, dass es etwas zu besprechen gibt. Tatsächlich erscheint sofort sein Gesicht in meinem Blickfeld direkt vor meinen Augen: ein älterer Herr mit schwarzem, breitkrempigen Hut, gebräuntem Gesicht und einem Lächeln auf den Lippen. Unbedingt muss ich mit ihm etwas besprechen, was mich dieser Tage umtreibt. Seine Antworten haben mir dieses Wochenende schon sehr geholfen, die Dinge aus einer anderen Blickrichtung zu sehen und inneren Frieden zu finden.

Ritt in die Sonne und eine weitere OBE

Ich befinde mich auf einer Autofahrt und durchfahre irgendein hübsches Dorf in der Südpfalz, enge Straßen, sehr schmale Bürgersteige und gedrängte Bebauung mit gepflegtem Gesamteindruck.
Auf einem Schild mit mehreren Stadt- und Dorfnamen steht zuoberst Herxheim und eine Entfernungsangabe von 21 km. Beim Fokussieren der Aufschrift werde ich bewusstseinsklar und bemerke, dass ich denselben Traum wie gestern Nacht träume, und weiß daher im Vorhinein, was weiter geschehen wird. An einer Querstraße angekommen biege ich links in eine große Helligkeit wie von purem Sonnenlicht ab, wobei sich die begebene Szenerie gänzlich auflöst, matt und grau wird. Nun habe ich das Gefühl, Rad zu fahren und schwer in die Pedale zu treten, und versuche, mich voll auf dieses Gefühl einzulassen, um den Klartraum zu halten. Das physische Gefühl erstarkt indes. Noch innerhalb des Traumes führe ich einen RC durch, der bereits negativ auffällt. Es ist gegen 7:30 Uhr, als alles vorbei ist.
Anbei noch kursorisch der Anfang eines recht intimen Erlebnisses, das auf den Morgen des 11.02.17 (Ende 5:38 Uhr) datiert.
Diesmal komme ich ganz direkt astral zu Bewusstsein und kann mich in der Dunkelheit aus der liegenden Position herausdrehen und mich in der Nähe des Schlafzimmerfensters auf die Füße bringen. Zielstrebig und festen Schrittes, um die Zustandskontrolle und Stabilisierung zu sichern, gehe ich hinüber ins Arbeitszimmer und gewinne dabei schnell eine stabile Sehfähigkeit. Allerdings finde ich mich eben nicht in meinem Arbeitszimmer im OG wieder, sondern in einem etwas abgewandelten und weitgehend leeren Raum im EG. An den Verandafenstern ist der Rollladen heruntergelassen und als ich ihn hochziehe, blicke ich auf einen grell bunten Zirkuswagen; knalliges Geld und Rot unter dem hellen und weiß bedeckten Himmel stechen hervor. Bei einem zweiten Blick in den Garten hat sich die Situation geringfügig geändert. Dort sitzen nun zwei mir unbekannte grauköpfige Männer an einem runden Gartentisch (unbekannt, aber in dieser Traumwelt doch wie Verwandte bekannt!). Zugleich ist irgendwie auch ein jüngerer Mann im Raum zugegen, zu dem aber kein Kontakt zustande kommt. Überhaupt findet keine Interaktion mit den anwesenden Männern statt, da ich in diesem Traumzustand entgegen der beschriebenen Äußerlichkeiten stark erotisiert bin und mich daher anderen Dingen zuwende, die mich bis zum Ende dieses Klartraums beschäftigen …